|
„Cunz war ein Ritter zwar von edlem Stamm
und Blut.
von unverzagter Brust und festgesetztem Muth,
Doch weil man seinen Sinn nicht in der Jugend beugte,
Geschah es, daß sein Herz sich mehr zum Bösen neigte....“
|
|
So schrieb man einst über den Ritter von Kauffungen, auf den
das größte Kidnapping des 15. Jahrhunderts in Sachsen
zurück geht, als eben nämlicher Ritter im Jahre 1455 die
beiden sächsischen Prinzen Ernst und Albrecht raubte. Von einer
Schar Holzköhler gefaßt, wurde der Übeltäter
eine Woche später auf dem Obermarkt in Freiberg enthauptet.
Als dem Kunz der Kopf noch fest auf dem Halse saß, residierte
er auf der damals fast uneinnehmbaren Burg Stein an der Mulde, die
auf Grund Ihrer gesamten Anlage eine der schönsten Burgen in
Sachsen ist. Seit vielen Jahrhunderten deckt und beherrscht diese
einzig schöne Burganlage den Übergang über die Zwickauer
Mulde und ist ein Kleinod im "Tal der Burgen"
|